top of page
Search

"DIE RICHTIGE SEITE"

  • Writer: Miriam Strasser
    Miriam Strasser
  • 6 hours ago
  • 3 min read

ree

Eine dunkelbraune Groteske, inspiriert von Werner Schwabs

Übergewicht, unwichtig: Unform“

und der Facebookgruppe „Ich wohne auf der richtigen Seite der Donau (21/22 Bezirk)“

mit über 20.000 Mitgliedern


Text & Regie: BERNHARD DECHANT


Es spielen:

Babett Arens, Isabella Knöll, Betty Schwarz, Miriam Strasser, Florentin Groll,

Thomas Frank, Johnny Mhanna, Bernhard Dechant, Stefan Bergmann


Bühnenbild & Kostüme: Gudrun Lenk-Wane

Musik: Didi Kern


Er: Bernhard Dechant

Sie: Miriam Strasser

Wirtin: Babett Arens

Schweindi: Thomas Frank

Hasi: Betty Schwarz

Jürgen: Florentin Groll

Herta: Isabella Knöll

Karl: Didi Kern

Fotzi: Johnny Mhanan

Der Gast: Stefan Bergmann



Vermisste Katzen, verlorene Geldbeutel und Rufe nach dem Kammerjäger, um das linke Ungeziefer zu vernichten: Die Facebookgruppe „Ich wohne auf der richtigen Seite der Donau (21/22 Bezirk)“ hat über 20.000 Mitglieder, hauptsächlich bestehend aus besorgten Bürger*innen, die der FPÖ und der Neuen Rechten nahestehen. Da battlen sich Querdenkerinnen, verlorenen Seelen, Trolle und Fakeprofile, gefangen zwischen Wohlbehagen in der Opferrolle und Selbstüberhöhung als Widerstandskämpfer*innen gegen ein jede Freiheit raubendes „System“, das wahlweise in der EU, in der großen Koalition, im Great Reset und natürlich vor allem bei Linken aller Arten verortet wird.


Bernhard Dechant ist seit 8 Jahren Mitglied in diesem durch diverse Zeitungsartikel und eine parlamentarische Anfrage 2018 zu zweifelhafter Berühmtheit gelangten Gewächshaus für Verschwörungsmythen und Wiederbetätigung und versucht die Ursachen für die Sturzfluten unflätigsten Hasses und der Angst zu ergründen, die jedes differenzierte Argument überrollen.

Kann und muss man diese Menschen verstehen auf Ihre Sorgen und Ängste eingehen?

In welchen Realitäten leben sie und woher werden diese gespeist ?


Nun übersetzt Dechant die politisch wirkmächtigen Halluzinationen des virtuellen Facebook-Stammtisches ins alteingesessenen Floridsdorfer Strandgasthaus Birner.


Foto von Die Schweigende Mehrheit, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei
Foto von Die Schweigende Mehrheit, Abdruck bei Namensnennung honorarfrei

Sein hochkarätiges Ensemble lässt sich die tägliche Niedertracht der Beschimpfungen und Erniedrigungen genüsslich auf der Zunge zergehen. Die Posts, Memes und Kommentare der Wiedergänger von Werner Schwabs Figuren Karli, Herta, Jürgen, Fotzi, Schweindi und Hasi, ihre Intimhygienen, ihre Lieblingsressentiments und ihre permanente Untergangsangst, führen uns an die Grenzen des Verbotsgesetzes und darüber hinaus.

Eine analoge Groteske voll schwarzem Humor.

Garantiert politisch unkorrekt, völlig entwoked und natürlich genderfrei.


 „Die richtige Seite“ fragt aber auch nach den Algorithmen, die Angst, Hass und Fakes im Digitalen Raum immens verstärken und nach den Mechanismen, die die Gruppenphantasmen solcher Blasen in den „Sozialen Medien“ in den gesellschaftspolitischen Mainstream überführen um schlussendlich an den Grundfesten unserer Demokratien zu nagen und liefert damit eine messerscharfe Analyse eines wohl zu befürchtenden Übergangs vom digitalen Feudalismus zum digitalen Totalitarismus.


PREMIERE: 15. 1. 2026 (Einlass 19.00 Uhr / Beginn 19.30 Uhr)


Weitere Vorstellungen (Einlass 19.00 Uhr / Beginn 19.30 Uhr) :

16.1. / 17.1. / 18.1. / 2.2. / 3.2./ 9.3. / 10.3. /23.3. / 24.3.2026


GASTHAUS BIRNER

1210 Wien; An der Oberen Alten Donau 47

Eintritt: € 25,-- / erm. € 15,-- für Studenten und Inhaber des Mobilpass Wien Reservierung empfohlen unter: dierichtigeseite@schweigendemehrheit.at


DIE SCHWEIGENDE MEHRHEIT


Das KünstlerInnenkollektiv „Die Schweigende Mehrheit“ gründete sich im Sommer 2015 als vielsprachiges, internationales KünstlerInnenkollektiv, die auf Bühnen und im öffentlichen Raum die Stereotypen, Klischees und Erzählkonventionen erschüttert, mit denen in den politischen Auseinandersetzungen auf der Stelle getreten wird.

Die Produktion „Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene“, die gemeinsam mit geflüchteten Menschen aus dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen entstand, wurde für den Off-Nestroy 2016 nominiert und mit dem Preis der Freien Szene Wien ausgezeichnet. Die Festwochenproduktion „Traiskirchen. Das Musical“ (2017 im Volkstheater) erhielt den Dorothea-Neff-Preis und den Karl-Anton-Wolf-Preis.

 
 
 

Comments


bottom of page