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3.Kunstgebung am 14.06.2026

  • Writer: Miriam Strasser
    Miriam Strasser
  • May 14
  • 4 min read

Am 14. Juni 2026 findet die 3. Kunstgebung statt – organisiert von meinem Kulturverein.


„YES, it's fucking political!“ ist eine Kunstgebung – ein Wandertag der anderen Art – bei dem sich die zeitgenössische, diverse Kulturszene Wiens mit der lokalen Kultur Floridsdorfs verbindet. Entlang eines Wiener Wanderwegs in Stammersdorf wird ein kuratierter Parcours aus künstlerischen Interventionen, politischen Performances und Walk-Acts entstehen.


Im Fokus stehen Diversität, Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven und künstlerische Statements zu gesellschaftlich relevanten Themen.


Die 3. Kunstgebung lädt dazu ein, gemeinsam Raum einzunehmen – für Kunst, Haltung und Begegnung. Die vielfältige, subkulturelle Szene, die feministisch, queer, migrantiscih, kritisch und politisch arbeitet, wollen wir mit diesem Format hörbar machen – nicht im Zentrum, sondern bewusst am Rand: jenseits der Donau, im sogenannten „Mordor“ Wiens – Floridsdorf / Stammersdorf.




Hier geht's zur detaillierten Route: LINK


Warum „YES, it’s fucking political!“?


Eine Notwendigkeit. Keine Kür.


Wir leben in Zeiten, in denen politische Verrohung wieder salonfähig wird.Trump. Orban. Putin. Die Liste ließe sich fortsetzen. Was sich wie ein geopolitischer Albtraum anfühlt, hat längst die Straßen erreicht – auch hier, mitten in Europa.

Während rechtsextreme Parolen zu Popsongs auf Almen und Partyinseln gebrüllt werden, ist der vorpolitische Raum längst aufgewärmt:Mit „Fragen“, um die niemand gebeten hat – außer jenen, die sie zum Geschäftsmodell gemacht haben. Der Ruf nach „Lösungen“ wird lauter – doch es sind keine echten Fragen, die gestellt werden.

Es sind rhetorische Fallen, deren einziger Zweck ist, rechtes Gedankengut zu normalisieren. Und es funktioniert.


Nicht, weil die Bevölkerung so fremdenfeindlich ist. Sondern weil die Politik zu oft unfähig war, soziale Probleme mit sozialpolitischen Maßnahmen zu beantworten. Die Unfähigkeit, Perspektiven zu geben – bei Arbeit, Wohnen, Bildung, Pflege – hat den rechten Diskurs stark gemacht. Und wer glaubt, man könne rechte Rhetorik mit ihren eigenen Mitteln schlagen, liegt falsch. Denn Rechte sind geübter, skrupelloser, radikaler. Und sie haben ein Ziel: Die Verschiebung dessen, was gesagt werden darf. Die Auflösung der Grenze zwischen Sagbarem und Unsäglichem. Die Normalisierung von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus.


Und all das passiert auf dem Rücken von Menschen. Jenen, die keine Jobperspektiven haben. Jenen, die von der Teuerung überrollt werden. Jenen, die Angst vor der Zukunft haben. Und jene, denen dann eingeredet wird: Schuld daran ist die Migration. Ein Diskurs, der nur einem nützt: der Rechten.


Wir sagen: Schluss damit. Wir sagen: Kunst ist nicht unpolitisch. Kunst hat Haltung.

Und Haltung ist das Mindeste, was wir einfordern dürfen – in Zeiten wie diesen.


„YES, it’s fucking political!“ ist unsere Antwort. Ein Aufstand der Vielfalt. Ein Wandertag der Künste. Ein Raum für Kritik, Vision und Diskurs. Weil der Widerstand gegen rechte Rhetorik nicht auf der Wahlurne endet – sondern auf der Straße beginnt.



Mit Dabei AUf Der Route



Unsere Kooperationspartnerinnen:


Hier stellen wir euch kurz alle "fixen" Spielorte der Kunstgebung vor - also jene mit Infrastruktur und einem Verein/Betrieb als BetreiberIn dahinter. Es wird noch mehr Spielorte auf der Route geben - und auch einige Walking-ACTs und Überraschungen...



Wichtiger Bestandteil

der Kunstgebung:

Die "Plattform der Vielen"


Sie ist ein offener Raum für kreative, zivilgesellschaftliche, aktivistische, politische und selbstorganisierte Initiativen, die ihre Arbeit sichtbar machen, sich vernetzen und mit Besucher*innen ins Gespräch kommen möchten.

Im Garten der Villa.Bunter.Hund stellen wir teilnehmenden Gruppen einen Heurigentisch mit Bank zur Verfügung – als Infostand, Treffpunkt oder einfach als Ort des Austauschs.


Wenn ihr mit eurer Initiative Teil der Plattform der Vielen sein möchtet oder Fragen habt, meldet euch gerne unter: kunstgeberei@gmail.com

Weiterverbreiten ausdrücklich erwünscht.


Mit dabei:

Diese Initiativen sind Teil der Plattform der Vielen – sie zeigen, wie vielfältig, solidarisch und politisch Praxis im Alltag aussehen kann.

Das Äquatormaßband 

Bianca Trappl, Textilkünstlerin und Damenschneidermeisterin, bringt das Äquatormaßband mit – ein partizipatives Textilkunstprojekt.

Gemeinsam vermessen wir die "Taille" der Erde – den Äquator – mit Stoffstücken und persönlichen Geschichten. Jede*r kann ein Stück beitragen: Material und eine kurze Erzählung.

Die Beiträge werden vor Ort vernäht und dokumentiert. So entsteht ein wachsendes Band – ein kollektives Archiv aus Textilien, Erinnerungen und Zukunftsplänen.

Bringt gerne Stoffreste, Kleidung oder textile Fundstücke mit.

Mehr Infos:


KostNixLaden

Der KostNixLaden bringt einen mobilen Umsonstladen zur Plattform der Vielen.

Mit dem Lastenrad kommen Kisten voller Kleidung, Flyer, Sticker und Upcycling-Stücke nach Stammersdorf – alles frei zum Mitnehmen, ohne Gegenleistung.

Der KostNixLaden existiert seit 2005 und ist ein selbstorganisiertes Projekt, das zeigt, dass Austausch auch jenseits von Geldlogik funktionieren kann. Dinge bekommen hier ein zweites Leben – und Menschen Zugang zu dem, was sie brauchen.

Neben dem mobilen Angebot gibt es vor Ort die Möglichkeit, mehr über den Laden zu erfahren und ins Gespräch zu kommen.

Ein konkretes Beispiel für gelebte Solidarität im Alltag.


Bücher am Spitz

Bücher am Spitz ist die einzige Buchhandlung im 21. Bezirk – und längst ein wichtiger kultureller Treffpunkt in Floridsdorf.

Mit viel Engagement kuratiert das Team ein vielfältiges Sortiment: von zeitgenössischer Literatur über feministische und politische Titel bis hin zu Büchern mit lokalem Bezug. Persönliche Beratung und echte Gespräche stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Buchhandlung zeigt, wie lebendig und relevant unabhängige Kulturorte im Bezirk sind – und bringt diese Perspektive auch zur Plattform der Vielen.

Ein Ort für Austausch, Entdeckung und gelebte Lesekultur.


Wilde Rauke

Die Wilde Rauke ist ein selbstorganisierter Verein für gemeinsame Landwirtschaft in Floridsdorf.

Die Mitglieder teilen das Interesse an biologischem Anbau, Regionalität, gesunder Ernährung und kollektivem Arbeiten. Dabei steht nicht nur die Produktion von Lebensmitteln im Fokus, sondern auch Austausch, Lernen und gemeinsames Tun.

Die Wilde Rauke ist überparteilich, aber klar politisch positioniert und versteht sich als LGBTQIA+ freundlicher Raum. Durch Kooperationen mit lokalen Biobäuerinnen, einer Imkerei sowie Bildungsinstitutionen wie der BOKU Wien stärkt der Verein regionale Vernetzung und Wissenstransfer.

Ein Beispiel für solidarische, nachhaltige Praxis im Alltag.


MILA Mitmach-Supermarkt

MILA ist ein selbstorganisierter Mitmach-Supermarkt im 12. Bezirk – getragen von über 1.400 Mitgliedern.

Auf mehr als 350 m² bietet die Genossenschaft ein vielfältiges Sortiment für den täglichen Bedarf: viele biologische, regionale und unverpackte Produkte sowie leistbare Alternativen.

Das Besondere: Alle Mitglieder arbeiten drei Stunden im Monat mit. So werden Kosten gesenkt und hochwertige Lebensmittel für viele zugänglich gemacht.

MILA zeigt, wie solidarisches Wirtschaften im Alltag funktionieren kann – fair gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.


 
 
 

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